Hospizplatz
Anfrage
Wer kann bei uns im Hospiz aufgenommen werden?
In unserem Hospiz begleiten wir Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung, bei der die Lebenserwartung auf Tage, Wochen oder wenige Monate begrenzt ist. Eine Aufnahme ist dann möglich, wenn eine umfassende palliativ-pflegerische und palliativ-medizinische Betreuung notwendig ist, die im häuslichen Umfeld oder in einer Pflegeeinrichtung, auch mit Unterstützung eines ambulanten Palliativteams (SAPV), nicht mehr sichergestellt werden kann.
Voraussetzung für die Aufnahme ist außerdem, dass die betroffene Person oder deren Bevollmächtigte selbst den Wunsch äußern, im Hospiz aufgenommen zu werden.
Ob eine Aufnahme möglich ist, wird vorab ärztlich bestätigt. Dafür ist eine sogenannte Hospiznotwendigkeitsbescheinigung notwendig. Dieses Formular muss jedoch erst ausgefüllt vorliegen, wenn es tatsächlich zur Aufnahme kommt und wird bei Bedarf gerne von uns zur Verfügung gestellt.
Wann und wie melde ich an?
Wer den Erstkontakt zu uns herstellt, spielt keine Rolle. Das kann durch Sie selbst geschehen oder z.B. über Ihre ärztliche oder pflegerische Begleitung oder eine andere Ihnen nahestehende Person.
Bitte melden Sie sich frühzeitig bei uns, damit wir Sie telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch beraten können. Auch bei allgemeinen Fragen zur palliativen Versorgung sind wir gerne für Sie da. Befinden Sie sich aktuell in einem Krankenhaus, unterstützt in der Regel der dortige Sozialdienst bei der Anmeldung im Hospiz.
Anfrage stellen
Füllen Sie bitte den unten stehenden Anfragebogen vollständig aus und senden ihn via Mail oder Fax an uns.
Dringliche Anfrage:
Kreuzen Sie dieses Feld an, wenn Sie bereit sind, bereits am nächsten Tag ins Hospiz einzuziehen. Wir bieten Ihnen dann aktiv ein Bett an sobald ein Platz verfügbar ist.
Voranfrage:
Kreuzen Sie dieses Feld an, wenn Sie zunächst auf unsere Warteliste aufgenommen werden möchten, aber noch kein Bettangebot wünschen. In diesem Fall melden Sie sich bitte aktiv bei uns, sobald sich Ihr Zustand so verändert, dass ein Einzug gewünscht ist.
Bitte beachten Sie, dass es in beiden Fällen zu Wartezeiten kommen kann.
Aufnahme
Wie komme ich in das Hospiz?
Wenn Sie aus der Häuslichkeit zu uns kommen, wird der Transport in der Regel von Ihrem ambulanten Palliativteam (SAPV-Team) nach vorheriger Rücksprache mit uns organisiert. Besteht keine Versorgung durch ein SAPV-Team, stimmen Sie den Transport bitte direkt mit uns ab. Befinden Sie sich in einer Klinik, erfolgt die Organisation des Transports in der Regel über den dortigen Sozialdienst.
Was bringe ich mit, wenn ich einziehe?
In den untenstehenden Menüs finden Sie eine Übersicht der Dinge, die für Ihren Einzug ins Hospiz wichtig sind.
Wir empfehlen Ihnen, auf die Mitnahme von Wertgegenständen und größeren Bargeldbeträgen ins Hospiz zu verzichten.
Unterlagen und Dokumente
- Personalausweis
- Versichertenkarte (entfällt ggf. bei Privatversicherten)
- Zuzahlungsbefreiung (falls vorhanden)
- Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsausweis (falls vorhanden)
- Aktueller Medikamentenplan
- Aktuellster ärztlicher (Entlass-)Bericht
- Kontaktdaten der Hauptansprechperson (z.B. vorsorgebevollmächtigte Person)
Medikamente
Medikamente, die nach aktuellem Medikamentenplan noch eingenommen werden.
Wir bitten Sie, keine Medikamente mitzubringen, die derzeit nicht verwendet werden, da wir nur begrenzte Aufbewahrungsmöglichkeiten haben.
Kleidung
Bringen Sie gerne Kleidung mit, in der Sie sich wohlfühlen, ob gemütliche Pyjamas oder Ihre Lieblingsgarderobe. Ebenso haben sich Hausschuhe, sowie bei Bedarf auch Straßenschuhe bewährt.
Körperpflege
- Handtücher und Bettwäsche stellen wir gerne für Sie im Hospiz bereit
- Zahnbürste
- Ggf. Zahnprothesenbecher und Reinigungsmittel
- Persönliche Hygieneartikel (Duschgel, Seife, Lotion, Parfum, Kosmetik etc.)
Individuelle Gegenstände (optional)
Sie können gerne persönliche Gegenstände wie Fotos oder Bilder, ein Lieblingskissen oder eine Decke sowie Bücher oder elektronische Geräte mitbringen. Im gesamten Hospiz steht Ihnen kostenloses WLAN sowie ein TV zur Verfügung.
Infos zur Verlegung aus dem Krankenhaus/Pflegeheim ins stationäre Hospiz
- Diese Informationen richten sich an Mitarbeitende von Krankenhäusern und Pflegeheimen, die eine Verlegung zu uns organisieren. Bitte planen Sie den Transport so, dass der Gast bis spätestens 10 Uhr bei uns eintrifft. Stellen Sie uns bitte vorab folgende Unterlagen zur Verfügung:
- Hospiznotwendigkeitsbescheinigung
- SAPV-Erstverordnung
- Aktuellster ärztlicher (Entlass-)Bericht
- Pflegeüberleitungsbogen
- Medikamente sowie Verbands- oder Stoma-Material für mind. 2 Tage
Bitten senden Sie uns die oben genannten Dokumente vor der Verlegung zu.
Allgemeine Fragen
Kann ich das Hospiz vorab besichtigen?
Besichtigungen sind nach Rücksprache mit uns in der Regel auch kurzfristig möglich. Schreiben Sie uns dazu bitte eine E-Mail oder rufen Sie uns an, damit wir gemeinsam einen Termin vereinbaren können. Ein virtueller Rundgang steht Ihnen ebenfalls zur Verfügung.
Kontaktieren:
Wer übernimmt die Kosten für einen Hospizaufenthalt?
Sind die o.g. Aufnahmevoraussetzungen erfüllt, übernehmen die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen gemeinsam 95 % der Kosten. Die verbleibenden 5 % trägt unser Förderverein (Verlinkung).
In der Regel fallen für Sie nur Zuzahlungen für Medikamente, Rezeptgebühren oder Hilfsmittel an, sofern keine Zuzahlungsbefreiung vorliegt.
Für Privatversicherte empfiehlt es sich, vorab eine Kostenzusage bei der Versicherung einzuholen, um sicherzustellen, dass der Hospizaufenthalt laut Vertrag übernommen wird.
Mit den meisten privaten Versicherern können wir direkt abrechnen.
Wer übernimmt die ärztliche Versorgung im Hospiz?
Sie werden bei uns von einem SAPV-Team (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) ärztlich betreut. In der Regel arbeiten wir mit den SAPV-Teams AKI Heidelberg und SAPHIR zusammen.
Grundsätzlich kann die ärztliche Begleitung auch weiterhin über Ihre hausärztliche Versorgung im Hospiz erfolgen, wenn diese für uns rund um die Uhr erreichbar ist. In den meisten Fällen ist es jedoch sinnvoll, dass die ärztliche Versorgung über eines der SAPV-Teams erfolgt, da hier eine besonders ausgeprägte palliativmedizinische Expertise vorhanden ist und die Abläufe zwischen Hospiz und SAPV-Team gut aufeinander abgestimmt und erprobt sind.
Finden im Hospiz weitere begleitende Therapien und Unterstützungsangebote statt?
Ja. Bei uns im Haus gibt es verschiedene ergänzende Angebote.
Physiotherapie ist auf Rezept möglich. Hierfür kommen entweder unsere eigenen physiotherapeutischen Praxen ins Hospiz oder Ihre bisherige Praxis kann die Behandlung hier fortsetzen.
Darüber hinaus bieten wir unter anderem Musiktherapie, psychoonkologische Begleitung, Seelsorge, Besuche eines Therapiehundes, Aromapflege sowie spezialisierte Angebote wie Wundmanagement und Stomaversorgung an. Auch Trauerangebote für An- und Zugehörige gehören dazu.
Ein Großteil dieser Angebote wird finanziell durch unseren Förderverein ermöglicht.
Welche Besuchszeiten gelten im Hospiz?
In unserem Hospiz gibt es keine festen Besuchszeiten. Sie sind jederzeit herzlich willkommen. Besuche richten sich ganz nach dem Wohlbefinden und den Wünschen unserer Gäste.
Bitte stimmen Sie Besuchsdauer, Häufigkeit und die Anzahl der Besucher auf den aktuellen Gesundheitszustand des Gastes ab.
Gerne unterstützen wir Sie dabei, gemeinsam einzuschätzen, was in der jeweiligen Situation passend und angenehm ist.
Ist es möglich als An- und Zugehörige mit im Hospiz zu übernachten?
Nach vorheriger Rücksprache besteht die Möglichkeit, im Angehörigenzimmer oder direkt im Gästezimmer zu übernachten. Eine generelle oder dauerhafte Übernachtungsmöglichkeit gibt es jedoch nicht. Ob eine Übernachtung möglich ist, hängt von der aktuellen Verfügbarkeit der Räume sowie von der Situation und dem Befinden des Gastes ab. Dies wird gemeinsam mit dem ärztlichen und pflegerischen Team entschieden.
Was muss organisiert werden, wenn ein Mensch bei uns im Hospiz verstorben ist?
- Nach dem Versterben besteht keine Eile. Die verstorbene Person kann bis zu 36 Stunden nach dem Versterben im Hospiz verbleiben. In dieser Zeit haben Angehörige und Nahestehende die Möglichkeit, sich in Ruhe zu verabschieden
- Die Feststellung des Todes (Todesbescheinigung) wird von uns organisiert und i.d.R. vom zuständigen Palliativteam (SAPV-Team) durchgeführt.
- Die Wahl und Beauftragung eines Bestattungsunternehmens liegt bei der jeweiligen Hauptkontaktperson. Wenn keine Hauptkontaktperson bestimmt ist und auch keine engen Verwandten bekannt sind, welche nach Bestattungsgesetz vorgesehen sind, wird die Bestattung über die Friedhofsverwaltung in Heidelberg organisiert (Sozialbestattung). Dies übernehmen wir vom Hospiz aus.
Es besteht zudem die Möglichkeit, bereits im Vorfeld eine sogenannte Bestattungsvorsorge abzuschließen. In diesem Fall wird mit einem Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl ein entsprechender Vertrag über die Bestattung vereinbart. Solche Beratungsgespräche können auf Wunsch auch hier im Hospiz stattfinden. Die Bestattungsunternehmen kommen dafür gerne ins Haus.
- Die Abholung der verstorbenen Person durch das Bestattungsunternehmen kann frühestens nach Ausstellung der Todesbescheinigung erfolgen und muss spätestens nach 36 Stunden stattfinden.
- Wir bitten darum, persönliche Gegenstände am Tag der Abholung des Verstorbenen mitzunehmen, damit das Zimmer schnellstmöglich für andere betroffene Personen wieder zur Verfügung gestellt werden kann. Eine Einlagerung von persönlichen Gegenständen ist leider nicht möglich.